Sekt

Das traditionelle Herstellungsverfahren für Sekt ist die Flaschengärung. Stark vereinfacht erläuert wird bei der Flaschengärung frischer Wein zusammen mit der sog. Fülldosage in Gärflaschen gefüllt und mit Kronkorken verschlossen. Die Fülldosage besteht aus mit Zucker und Hefe versetztem Wein oder noch unvergorenem Wein, also Most. Während der zweiten Gärung (die erste Gärung führte zu dem Wein, der als Grundstoff für den Sekt fungiert) werden die Flaschen gerüttelt. Dieses Rütteln führt dazu, daß sich das Hefedepot in der Flüssigkeit immer wieder gleichmäßig verteilt und sich letztlich am Ende der Gärung im Flaschenhals direkt über dem Kronkorken sammelt.
Bevor der Sekt in den verkaufsfähigen Zustand kommt, wird das Hefedepot entfernt. Hierzu werden die Flaschen kopfüber in eine tiefgefrorene Flüssigkeit (-20 °C) getaucht oder auf andere Art und Weise eingefroren. Es bildet sich im Flaschenhals ein Eispropfen, der die gesammelten Trübstoffe enthält. Beim Öffnen des Kronkorkens schiesst der Propfen aus der Flasche, übrig bleibt der klare Sekt. Es kann nun die Dosage, eine Mischung aus Wein und Zuckersirup, die der Geschmacksabstimmung des Sektes dient eingefüllt werden, um den Verlust (15-25 ml), der durch herausschiessen des Eispfopfens entstanden ist, auszugleichen. Danach kann die Flasche verkorkt werden.


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