Eiswein

Der Eiswein gilt als typische deutsche Spezialität, da es nur in den nördlichen Anbaugebieten bereits im November oder Dezember zu Frühfrösten und Temperaturen von minus zehn Grad Celsius kommen kann.

Eiswein-Winzer spekulieren darauf und lassen besonders gesunde Trauben im Weinberg hängen. Die Rebzeilen werden zum Schutz vor hungrigen Vögeln, Wind und Wetter mit Folie eingepackt. Wenn das Wasser in der Frostnacht in den Beeren gefriert, werden sie in den frühen Morgenstunden zügig gelesen und noch im gefrorenen Zustand abgepreßt. So erhält man eine geringe Menge hochkonzentrierten, fruktosereichen Mostes, der zu einem raffiniert-süßen Wein vergoren wird.

Eiswein besitzt eine goldgelbe Farbe, ist honigsüß in der Nase, cremig und reich im Mund. Am besten schmeckt dieser edelsüße Wein vor dem Essen als Aperitif oder nach dem Essen als Digestif, und auch dann wird er nur in kleinen Schlücken genossen.

Bilder von der Eisweinlese 2001: 1 2 3


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