Das Faß aus Holz ist bis heute ein wichtiges Behältnis zur Reifung des Weins geblieben. Es besteht aus zwei Faßböden und den Dauben, die leicht konvex gebogen sind und ihm so seine charakteristische, bauchige Form geben. Zusammengehalten werden die Dauben durch feuerverzinkte Metallreifen.
Im Gegensatz zu früheren Zeiten werden heute die Größe des Fasses und die Art des verwendeten Holzes sehr genau auf den Wein abgestimmt.
Das Barrique-Faß hat einen Rauminhalt von 225 Litern und wird fast immer aus neuer, vorzugsweise französicher Eiche gefertigt.
Die kleinen Faßgrößen gewährleisten folgendes: Sie haben, im Verhältnis zur Menge des in ihnen ausgebauten Weines eine relativ große Holzoberfläche. Das bedeutet, daß mehr Luft durch die Holzporen tritt, als bei größeren Fässern (Großes Holzfaß: 5000-100000 l, Stückfaß: 1200 l, Pipe: 500 l). Der Wein reift schneller und intensiver. Er kann schon nach sechs, zwölf oder 18 Monaten (je nach Typ) aus dem Faß genommen werden.
Barriques werden höchstens drei Jahre lang genutzt und dann ausgemustert. Neues Holz, insbesondere die Eiche der Barriques, gibt Tannin an den Wein ab und beeinflusst ihn geschmacklich, beides ist gewollt. Fässer, die mehrere Jahre lang genutzt werden, geben hingegen kein Tannin mehr an den Wein ab und sind daher geschmacksneutraler.